Donnerstag, 19. Mai 2016

Pfälzer Höhenweg

Der Pfälzer Höhenweg war für uns der letzte der drei Pfälzer Weitwanderwege. Inzwischen sind unsere Ansprüche an Mittelgebirgswanderungen in Deutschland sehr hoch, und wenn man das ein bisschen im Hinterkopf behält, dann finden wir den Pfälzer Höhenweg insgesamt ganz ok. Vielleicht ein bisschen zu viele geschotterte Feldwege. Aber das hat man wohl leider so in Deutschland.
Außerdem stehen wir ja total auf Wald, am besten muss es schöner dichter, naturbelassener Wald sein, aber den hat man auf dem Pfälzer Höhenweg natürlich nicht so häufig, schließlich sagt der Name ja auch schon, dass man auf den Höhen unterwegs ist, und da gibt es oft freie Felder mit weiten Blicken, was ja auch mal ganz schön ist. Außer man hat mieses Wetter, wie es ja im April mal vorkommen kann.
Besonders mies war ein Tag, an dem es fast nur geregnet hat, und die Temperaturen auch nur knapp über dem Gefrierpunkt lagen. Die Rotoren der Windräder verschwanden schon fast in den Wolken, und es gab noch nicht einmal ein Plätzchen zum Unterstellen für uns. Schließlich erreichten wir einen verlassenen Modellflugplatz, dessen verschlossene Hütte ein Dach hatte, was ca. 30cm über die Außenwand hinausragte - ein grandioser Platz zur Einkehr! Mit behandschuhten klammen Fingern verspeisten wir unsere Brötchen und machten, dass wir weiterkämen. Wir rasten förmlich zur nächsten Unterkunft und hatten Glück, dass wir schon am frühen Nachmittag hinein durften und heiß duschen konnten.
Aber eigentlich war ja der zweite Tag schon der schlimmste gewesen: Sturmwarnung, und wir im Wald! (Ja, Wald!) Ganz schön heftig, wie die Bäume geschwankt haben, aber wir leben noch und haben das Bastenhaus erreicht, wo Good Grip die Sauna genießen konnte. Zur Belohnung gings dann auch am nächsten Tag bei besserem Wetter ins höchst gelegene Dorf der Pfalz. Höhenweg eben!
Weitere Highlights bestanden aus einem Fischschwarm im Wald (siehe Foto) und einem Aufstieg zur Selberghütte, die unverständlicherweise gerade an Ostern geschlossen hatte - dafür war wenige Kilometer weiter die Rutsweilerhütte auf, und wir kamen doch noch zu unserer Feiertagseinkehr.
Fazit des Ganzen: Kann man machen, aber vielleicht lieber etwas später im Jahr, wenns mehr Grün gibt, weniger Regen, und höhere Temperaturen.

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